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Die Klimazonen der Erde

Auf der Erde gibt es fünf unterschiedliche Klimazonen, die sich durch ihre charakteristischen Klimaverhältnisse auszeichnen. Es gibt die gemäßigte Zone, die tropische Zone, die subtropische Zone, die polare Zone und die subpolare Zone. Bei der Aufteilung der Klimazonen wird nach der jeweiligen Temperatur, dem Niederschlag, der Sonneneinstrahlung und weiteren Kriterien in dieser Region unterschieden. Die Klimazonen verlaufen parallel zu den Breitengraden auf der Erde. Das Land Deutschland ist in der gemäßigten Zone anzusiedeln, da hier das durchschnittliche Klima eher kühl ist und ein typisches Kontinentalklima vorherrscht.

Die gemäßigte Zone

Die gemäßigte Klimazone befindet sich zwischen den Subtropen und der subpolaren Zone, das sind die Gebiete, die innerhalb des 40. und 60. Breitengrad der Erde liegen. Durch die Aufteilung der Kontinente ist der größte Teil dieser Zone auf der Nordhalbkugel angesiedelt. Auf der Südhalbkugel gibt es ebenfalls Gebiete, in denen das Klima der gemäßigten Zone zu finden ist. Das sind vor allem Südafrika, Teile im Süden Australiens und auf der westlichen Seite von Südamerika. Die Temperatur liegt durchschnittlich zwischen 8 Grad und 16 Grad. Im Weiteren wird die gemäßigte Zone unterteilt in die warmgemäßigte und die kaltgemäßigte Zone. Wobei in der warmgemäßigten, ozeanischen Zone angenehme Temperaturen herrschen und dort zumeist Mischwälder zu finden sind, wie zum Beispiel in Spanien und Frankreich. Die kaltgemäßigte, kontinentale Zone wird durch extrem kalte Wintermonate und warme Sommermonate bestimmt, wie beispielsweise in Weißrussland, Polen und Finnland.

Überblick über die Merkmale der gemäßigten Zone:

– Jahreszeiten genau erkennbar
– Temperaturunterschiede Winter bis ca. -30 Grad und Sommer ca. +30 Grad
– Die Vegetation besteht je nach Gebiet aus Laubwäldern, Nadelwäldern und Mischwäldern
– Niederschlag, im ganzen Jahr
– Durchschnittstemperatur ca. 8 Grad
– Die Sommer sind heiß und die Winter kalt, welches ein typisches Kontinentalklima ist

Die tropische Klimazone

Die tropische Zone liegt zwischen dem nördlichen und südlichen Wendekreis, wobei der Regenwald eine der fünf Vegetationszonen neben der Wüste, Trockensavanne, Dornstrauchsavanne und Feuchtsavanne ist. Tropische Zonen sind rund um den Äquator zu finden, sie beginnen etwa 24 Grad nördlicher Breite und enden etwa 24 Grad südlicher Breite. Das Klima in dieser Zone hält sich das ganze Jahr über in einer gemäßigten Temperatur jedoch mit Schwankungen, die sich über den Tag bemerkbar machen. Schwankungen in der Temperatur liegen zwischen 0 Grad und 40 Grad je nach Gebiet und Tageszeit, die Durchschnittstemperatur beträgt etwa 25 Grad. Der Gesamtniederschlag in den Tropen variiert stark, dabei fallen täglich Regenschauer, im Jahr gibt es mehr als 2000 mm Niederschlag. Tropische Gebiete befinden sich vor allen Dingen im Norden Südamerikas, in Mittelafrika und in Südostasien.

Überblick über die Merkmale der tropischen Zone:

– starke Strahlungsintensität der Sonne
– ganzjährig hohe Verdunstungsrate
– hohe Luftfeuchtigkeit während der feuchten Monate
– die Temperatur schwankt in nur geringem Maße
– Sonne steht beinahe das ganze Jahr über im Zenit
– Tageszeitenklima statt Jahreszeitenklima
– nährstoffarme Böden
– in den feuchten Gebieten hoher Niederschlag
– Wechsel von feuchtem und trockenem Klima

Die subtropische Klimazone

Die Subtropen liegen geografisch zwischen der gemäßigten Zone und der tropischen Zone, wobei das Klima sich durch tropische Sommer sowie kühlere, nicht tropische Winter auszeichnet. Die Subtropen werden in drei Gebiete unterteilen, das sind die trockenen, winterfeuchten und immer feuchten Subtropen. Die Klimagebiete der Subtropen werden nach der Jahresdurchschnittstemperatur aufgeteilt. Diese liegt bei über etwas über 20 Grad, wobei der kälteste Monat eine Temperatur von unter 20 Grad haben kann. Auf der Nordhalbkugel dehnt sich die subtropische Zone über Südeuropa, Südasien, den Süden Nordamerikas und über den Norden Afrikas aus. Auf der Südhalbkugel der Erde befinden sich subtropische Gebiete im Süden Südamerikas, in Südafrika und im Süden Australiens.

Überblick über die Merkmale der Subtropen:

– Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei ca. 20 Grad
– Die Strahlungsintensität im Sommer hoch, im Winter mäßig
– Temperaturen im Minusbereich kommen nicht vor
– Wechsel von Regenzeit und Trockenzeit
– Passatwinde
– extreme Wetter Ereignisse sind möglich, wie außerordentliche Dürren und Überschwemmungen

Die polare Zone

Die polare Klimazone erstreckt sich über die Arktis, die auf der nördlichen Halbkugel der Erde gelegen ist bis zur südlichen Halbkugel, der Antarktis. Die polare Zone stellt eine Kältewüste dar, denn in dieser überschreiten die Temperaturen selten die Grenze von 0 Grad. Es herrscht ein geringer Niederschlag und die Sonneneinstrahlung ist vermindert. Im Weiteren werden alle Gebiete in der Nähe des Nord- und Südpoles als polare Zone bezeichnet. In diesen Regionen liegt die durchschnittliche Temperatur im wärmsten Monat des Jahres nicht über 10 Grad. Das Klima der polaren Zone wird durch eine Art Permafrost geprägt. Durch die lange und kalte Winterzeit werden die Böden bis in große Tiefen gefroren. Die Temperaturen steigen im Sommer nicht stark an, wobei die Sonneneinstrahlung im Sommer höher als im Winter ist. Da die Böden nur auf der Oberfläche auftauen, besteht die Landschaft ausschließlich aus einer Eiswüste.

Überblick über die Merkmale der polaren Zone:

– geringe Luftfeuchtigkeit
– Permafrostboden
– wenig bis kein Niederschlag
– Niederschlagsart: Schnee
– kurze Vegetationsperioden von 1 – 3 Monaten
– Permafrostböden, da Temperaturen dauernd im Minusbereich
– Polarnacht, Polartag und Polarlichter
– flacher Sonneneinstrahlwinkel
– extreme Kälte von unter -40 Grad

Die subpolare Zone

Die subpolare Klimazone ist zwischen der polaren und der gemäßigten Zone zu finden. Charakteristische Merkmale dieser Gebiete sind lange Winter mit wenig Niederschlag und kurze Sommer mit starkem Niederschlag. Die durchschnittliche Temperatur liegt höher als in der polaren Zone, wobei diese dennoch unter der Grenze von 0 Grad bleibt. Im Sommer kommen in den wärmsten Monaten durchschnittliche Temperaturen von ca. 10 Grad vor. Wegen der Permafrostböden versickert das Wasser nicht im Boden und daher herrscht ganzjährig ein feuchtes Klima. Die Tundren zählen zum Beispiel zu den typischen Gebieten der subpolaren Zone.

Überblick über die Merkmale der subpolaren Zone:

– geringe Luftfeuchtigkeit
– niedrige Verdunstungsrate
– Permafrostböden
– wenig bis kein Niederschlag
– flacher Sonneneinstrahlwinkel
– die durchschnittliche Temperatur liegt im Minusbereich

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