Home / Uncategorized / Einfache Tipps helfen bei Übelkeit und Thrombosegefahr auf Reisen

Einfache Tipps helfen bei Übelkeit und Thrombosegefahr auf Reisen

Ferien und Urlaub ist angeblich die schönste Zeit im Jahr. Damit Sie den Weg in Ihre Destination auch gesund und ohne Beschwerden überstehen, sollten Sie vor allem gegen die sogenannte Reiseübelkeit und gegen Thrombose entsprechende Maßnahmen ergreifen. Mit effizienten Verhaltensweisen im Vorfeld bzw. im Auto, Zug oder Flugzeug sichern Sie später einen unbeschwerten Aufenthalt und entspannten Urlaub.

Der Reiseübelkeit kann gut entgegen gewirkt werden

Medizinisch korrekt heißt die Übelkeit während einer Reise Kinetose, womit auch schon die Ursache für die lästigen Symptome genannt sind. Denn kinein ist griechisch und heißt nichts anderes als Bewegung. Damit wird klar, dass gerade die ungewohnten Bewegungen im Bus, in der Bahn oder im Auto bzw. am Schiff Auslöser für das Unwohlbefinden sind. Auch rasche Beschleunigungen können die Übelkeit auslösen, wobei hier die Symptome meist noch weiter gehen und auch noch Schwindel oder sogar Erbrechen umfassen können. Im Prinzip verhält es sich einfach so, dass ein rascher Geschwindigkeits- oder Richtungswechsel als Information an Ihr Gleichgewichtsorgan im Körper weiter gegeben wird, obwohl keine Übereinstimmung mit der Wahrnehmung eines Sinnesorganes vorliegt.

Vorbeugen ist entscheidende Maßnahme

Die meisten Betroffenen wissen um ihre Erkrankung, womit durch entsprechende Verhaltensmuster bzw. vorbeugende Maßnahmen einiges verhindert werden kann. Es macht vor allem Sinn, dass Sie sich vor Reiseantritt nur mit leichter Kost, am besten nur mit etwas Obst und Gemüse bzw. Rohkost ernähren. Es liegt auf der Hand, dass Sie Alkohol vermeiden sollten, was natürlich nicht heißt, dass Sie wenig Flüssigkeit zu sich nehmen sollen. Vermeiden Sie es während der Fahrt zu lesen oder Fotos bzw. Bilder zu betrachten. Am besten wirken Sie auftretender Übelkeit entgegen, wenn Sie einfach ruhig aus dem Fenster schauen und dabei einen fixen Punkt am Horizont ins Auge fassen. Auch die Wahl des richtigen Sitzplatzes ist entscheidend, womit gemeint ist, dass Sie im Auto eher nicht auf den hinteren Plätzen oder am Beifahrersitz sein sollten. Am besten wäre es, wenn Sie selbst am Steuer Platz nehmen. Für Busfahrten gilt, dass Sie weit vorne, jedoch nicht unmittelbar über der Vorderachse sitzen sollten, den Blick richten Sie dabei am besten direkt nach vorne und in die Mitte. Für eine Reise im Flugzeug gilt, dass Sie einen Sitz am Mittelgang im vorderen Bereich des Flugzeuges wählen sollten, um der Reiseübelkeit zu trotzen. Für eine Kreuzfahrt gilt, dass Sie einen Platz in der Schiffsmitte wählen, der noch dazu über dem Wasserspiegel liegen sollte.

Blickrichtung Horizont und viel frische Luft

Grundsätzlich sollten Sie Ihren Blick – egal ob im Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug bzw. Schiff, immer in Richtung Horizont richten. Wichtig ist auch, dass Sie sich wo aufhalten, wo Sie viel Frischluft einatmen können. Für den Aufenthalt auf einem Boot gilt die Devise, dass Sie dem Seegang direkt an Deck am besten trotzen können. Zu vermeiden ist aber in jedem Fall direkte Sonneneinstrahlung auf Ihren Kopf, da dies Ihren Kreislauf negativ beeinflusst. Wenn Sie trotz all dieser Maßnahmen Übelkeit aufsteigen spüren, sollten Sie zu Kaugummi greifen. Vor der Reise können Sie in der Apotheke entsprechende Produkte gegen Reiseübelkeit kaufen. Diese wirken binnen weniger Minuten, weshalb Sie sie immer griffbereit in Ihrer Tasche haben sollten. Wenn Sie auf homöopathische Mittel setzen möchten, sollten Sie Melissetropfen auf einem Stück Zucker oder aber Ingwerbonbons langsam lutschen

Thrombosegefahr bei langem Sitzen

Immer wieder hört man von erhöhter Thrombosegefahr, ausgelöst durch langes Sitzen bzw. Verharren in einer Körperposition, die angewinkelte Beine aufweist. Dadurch kann das Blut in den Venen weniger gut und vor allem rasch zum Herzen zurück fließen und staut sich. Über kurz oder lang können die Venenklappen in den Blutgefäßen den Rückstau nicht mehr bewältigen und bilden Gerinnsel, die in der Vene aufwärts wandern und lebensgefährliche Embolien in Organen auslösen können. Dies ist eine durchaus gefährliche Situation, der Sie in jedem Fall durch entsprechende Maßnahmen entgegen wirken sollten. Wenn Sie keine erblichen Vorbelastungen oder bereits Vorerkrankungen der Blutgefäße haben, genügt es, wenn Sie während der Reise auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten. Damit sind natürlich keine alkoholhaltigen Getränke gemeint, vielmehr sollten Sie Mineralwasser, Tee oder verdünnte Fruchtsäfte konsumieren. Auch von allzu viel Kaffee ist abzuraten, da dieses Heißgetränk dem Organismus Wasser entzieht, womit das Blut in der Folge dicker wird und eine behäbigere Laufgeschwindigkeit von den Beinen retour zum Herzen aufweist.

Lockere Kleidung und Aufstehen minimiert Risiken

Wenn Sie auf Reisen lange sitzen, egal ob im Auto, Bus oder Zug bzw. Flugzeug, sollten Sie darauf achten, keine allzu enge Kleidung zu tragen. Vor allem Strümpfe oder Socken sollten keine einschnürenden Bündchen haben, sondern angenehm um die Fußfessel liegen. Versuchen Sie immer wieder zwischendurch kurz aufzustehen oder zumindest die Füße irgendwie auszustrecken. Gerade die abgewinkelte Haltung erschwert es den Venenklappen, den Blutfluß entsprechend ungehindert durch zu lassen. Bei längeren Auto- oder Busfahrten sollten Sie regelmäßig Pausen machen und sich kurz die Beine vertreten. Da es im Flugzeug nicht ohne weiteres möglich ist, aufzustehen und am Gang entlang zu laufen, sind Sie hier mit einer Sitzwahl am Mittelgang gut beraten. Hier können Sie vermutlich ohne weiteres zwischendurch immer wieder mal die Beine kurz ausstrecken.

Risikogruppen sollen medikamentös vorsorgen

Gehören Sie zu einer Risikogruppe für Venenerkrankungen oder leiden Sie bereits unter Krampfadern oder erweiterten Venen, sollten Sie noch umfassender vorsorgen, bevor Sie das Auto, Flugzeug oder die Bahn besteigen. Spezielle Kompressionsstrümpfe, die es in der Apotheke oder im Sanitätshaus gibt, stützen das Gewebe und sorgen für reibungslose Blutzirkulation. Oft werden sie auch als Thrombosestrümpfe bezeichnet, wobei Sie hier durchaus eine größere Auswahl an Farben und Modellen finden. Damit Sie in Sachen Thrombose auf der absolut sicheren Seite sind, können Sie sich blutverdünnende Medikamente besorgen. Diese verschreibt Ihnen Ihr Arzt, wobei natürlich darauf geachtet werden muss, dass die Dosierung entsprechend auf Ihre persönlichen Blutwerte abgestimmt sind. Diese Medikamente können Sie bereits im Vorfeld vor Reiseantritt einnehmen und können dann sicher gehen, dass keinerlei Thrombosegefahr mehr besteht. Wenn Sie unvermittelt zu einer Reise aufbrechen, kann Ihnen Ihr Arzt auch eine entsprechende Spritze mit Präparaten, die für die richtige Blutgerinnung bzw. Blutverdünnung sorgen, verabreichen. Sie sollten dann allerdings in Kauf nehmen, dass Sie bei Verletzungen – auch wenn Sie eher gering sind – stärker bluten.

Über adminreisen

Siehe auch

Checkliste für die Reise

Egal ob es am Wochenende in die Eifel geht oder für vier Wochen nach Japan. …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.