Home / Reiseinformationen / Jetleg – Auswirkungen und Tipps zur Milderung
jetlag

Jetleg – Auswirkungen und Tipps zur Milderung

Heutzutage gehören Reisen, vor allem per Flugzeug und auch über längere Strecken, mehr oder weniger zu unserem Alltag. Nicht nur für Urlaubsreisen, auch geschäftlich müssen oftmals viele Kilometer zurückgelegt werden und das häufig in kürzester Zeit. Dementsprechend dürfte das Wort „Jetlag“ fast jedem zumindest ein Begriff sein. „Jetlag“ kommt aus dem Englischen und setzt sich aus den zwei Worten „Jet“ und „Lag“ zusammen, was übersetzt soviel heißt wie „Düsenflugzeug-Zeitdifferenz“. Dies stellt auch schon die eigentliche Bedeutung dar: Der Jetlag tritt immer dann auf, wenn man mit dem Flugzeug Langstrecken zurücklegt und dabei verschiedene Zeitzonen überquert. Egal welche Zeitzone man überschreitet und in welche Richtung man fliegt, man hat immer mit den gleichen Problemen zu kämpfen. In jede der beiden Richtungen beeinflusst der Jetlag den Biorhythmus und bringt nicht nur die Schlaf-/Wach-Routine des menschlichen Körpers durcheinander. Auch das Bedürfnis, eine Toilette aufsuchen zu müssen, kann sich zu den unpassendsten Zeiten einstellen. Ebenso typisch für einen Jetlag können Kopfschmerzen, Schwindel und Abgeschlagenheit sowie auch Stimmungsschwankungen sein.

Auch wenn die Folgen eines Jetlags immer die gleichen sind, so gibt es dennoch – je nach Reiserichtung – unterschiedliche Vorgehensweisen, um den Jetlag abzumildern.

Jetlag Richtung Osten

Für diejenigen, die Richtung Osten reisen, verkürzt sich deren Tag. Städte auf diesem Kontinent sind dem Abflugsort mehrere Stunden voraus. Dadurch, dass auch schon während des Fliegens einige Stunden „verloren“ gehen, trifft die Person, welche am Zielort angelangt, die Zeitzonendifferenz umso stärker. D.h. während andere Menschen auf diesem Kontinent z.B. schon seit Stunden wach sind und zur Arbeit gehen, fühlen sich Menschen, die gerade erst gelandet sind, schläfrig. Für sie wäre es dann eigentlich noch Mitten in der Nacht. Um dieses Problem abzumildern, ist es bei Reisen Richtung Osten wichtig, sich spätestens im Flugzeug auf die neue Zeitzone einzustellen. Hierfür empfiehlt es sich, bereits im Flugzeug die eigene Uhr auf die Zeit im Zielland einzustellen und ggf. – je nachdem, um welche Uhrzeit man fliegt – versuchen, zu schlafen. Um das Einschlafen zu einer ungewöhnlichen Zeit zu erleichtern, hilft es möglicherweise, stimulierende Substanzen, z.B. Nahrung in Form von Kohlenhydraten oder Baldriantropfen, zu sich zu nehmen. Wer die Zeit hat, sollte bereits einige Tage zuvor zu Hause beginnen, sich ein, zwei Stunden früher ins Bett zu legen, um zu schlafen. So hilft man dem Körper, sich schneller an die andere Zeitzone anzupassen. Wie bereits oben beschrieben, muss sich nicht nur der Wach-Schlaf-Rhythmus neu einstellen. Auch das Regeln der Körpertemperatur hängt beispielsweise mit dem Biorhythmus zusammen. Für diese Anpassungen benötigt der Körper meist wesentlich länger als für die Routine zu Bett zu gehen. Wer nun Richtung Osten fliegt, wird Probleme damit haben, zu dort „normalen“ Zeiten schlafen zu gehen und auch wieder aufzustehen, er wird sich bis zur Umstellung bis lange in die dortige Nacht fit fühlen.

Jetlag Richtung Westen

Wer in den Westen fliegt, wird vermutlich weniger Probleme mit dem Jetlag haben als diejenigen, die Richtung Osten fliegen. Denn Richtung Westen verlängert sich der Tag. Städte auf diesem Kontinent liegen um einige Stunden zurück als das Abflugsland. Für den Körper ist es einfacher, einen verlängerten als an einen verkürzten Tag zu ertragen. Dennoch geht aber auch hier der Jetlag nicht spurlos an dem Reisenden vorbei. Im Zielland angekommen, bedeutet es für den Reisenden, dass er sich früher müde fühlen wird als seine in diesem Land lebenden Mitmenschen. Dafür wird er auch schon viel früher wieder wach sein. Um diese Symptome abzumildern, können Menschen, die Richtung Westen fliegen, sich schon einige Tage vor ihrem Abflug auf die Zeitumstellung vorbereiten, indem sie ein bis zwei Stunden später zu Bett gehen. So kann der Körper sich langsam an die Umstellung gewöhnen. Jedoch ganz vermeiden lässt sich der Jetlag auch dann nicht. Im Flugzeug selbst sollte man versuchen, nach Bedarf mehrere kurze Nickerchen zu halten, um für den längeren Tag nach Ankunft gewappnet zu sein.
Zur besonders schnellen Anpassung des Tagesrhythmus, sollte man versuchen, bis abends wachzubleiben, nicht frühzeitig einzuschlafen und am nächsten Tag mit den Sonnenstrahlen aufstehen. Erfahrungsgemäß wird das Sich-Wachhalten größere Probleme bereiten als das Aufstehen mit den ersten Sonnenstrahlen, da der Körper, wie bereits erwähnt, es gewohnt sein wird, zu östlichen Uhrzeiten schlafen zu gehen und auch wieder aufzustehen, was früher wäre als im Ankunftsland.

Nicht empfehlenswert ist übrigens der Konsum von Alkohol im Flieger, weder als Müdemacher noch zum Aufputschen, da dieser dem Körper Wasser entzieht, was durch den langen Flug ohnehin schon geschieht, und so dazu beiträgt, dass der Körper länger braucht, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass der Jetlag für den Organismus immer mit Stress verbunden ist, alle körperlichen Abläufe werden in einen Ausnahmezustand versetzt, so dass der Körper auch anfälliger für Infekte sein kann. Um diesen vorzubeugen, wäre es empfehlenswert, sich in dieser Zeit möglichst gesund zu ernähren.

Kurztrips / Wieder zu Hause angekommen

Für diejenigen, die, beispielsweise aufgrund von Geschäftsreisen, nur wenige Tage im Zielland und der anderen Zeitzone verbringen, gelten die oben genannten Tipps zur Reduzierung des Jetlags nicht. Die Person, welche nur eine kurze Zeit in der anderen Zeitzone verweilt, sollte versuchen, den eigentlichen Rhythmus beizubehalten, sprich den Rhythmus der Heimat-Zeitzone. Dies mag nicht besonders einfach sein. Gerade diejenigen, die an wichtigen Meetings teilnehmen müssen, müssen einen klaren Kopf bewahren. Wenn möglich, sollten wichtige Termine auf eine Uhrzeit gelegt werden, zu der man auch im Heimatland wach ist. Wer es schafft, die eigentliche Zeitzone beizubehalten, für den wird es einfacher sein, sich nach kurzer Zeit auch wieder zu Hause einzugewöhnen. Ansonsten könnte man mit einem doppelten Jetlag geplagt werden.

Nach einem längeren Aufenthalt im Zielland gilt: Nach Ankunft zu Hause, wird man mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben, mit denen man auch schon bei Ankunft in der anderen Zeitzone zu kämpfen hatte. Man hat sich mittlerweile an die andere Zeitzone angepasst und muss die gleiche Umstellung erneut durchleben, um auch körperlich wieder in die Heimat-Zeitzone zurückzukehren. Um sich besser von dem Jetlag nach der Rückkehr zu erholen, empfiehlt es sich – wenn möglich -, ein bis zwei Tage zu Hause zu bleiben, um sich langsam und ohne Stress wieder an den Alltag gewöhnen zu können.

Über adminreisen

Siehe auch

cocktail

Cocktailkurs

Kreuzfahrten gehören zu den beliebtesten Kategorien auf dem Gebiet der Urlaubsreisen. Längst sind die Zeiten …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.