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Klima und Hygiene bei Fernreisen

Eine Fernreise zu unternehmen gehört zu den Wünschen der meisten Menschen. Wer träumt nicht davon, dem leider zu häufig tristen und grauen Wetter in Deutschland zu entfliehen und stattdessen an einem tropischen Strand unter Palmen zu liegen oder im warmen, kristallklaren Wasser zu baden?
Leider sieht die Realität oft anders aus und statt sich zu erholen, werden die Urlauber von gesundheitlichen Problemen geplagt. Viele dieser Beschwerden sind jedoch vermeidbar.

Klima und Hygiene – Stressfaktoren im Urlaub

Wie der Name schon besagt, führen Fernreisen fast immer in andere Klimazonen, an einen tropischen Strand oder ins Hochgebirge. Das bedeutet, die Umgebung ändert sich radikal und Ihr Körper benötigt Zeit, um sich darauf einzustellen.

Wenn Sie ihm diese Zeit nicht gönnen, reagiert er mit Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Magendrücken, Schwindelgefühl und anderen, die Ihnen den Spaß am wohl verdienten Urlaub gründlich verderben können.

Sie können aber selbst viel dazu beitragen, damit solche Probleme erst gar nicht entstehen bzw. deutlich schwächer ausfallen. Das beginnt bereits vor der Abreise. Im Internet können Sie sich über das örtliche Klima informieren und entsprechende Kleidung einpacken. Dabei sollten Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung auf keinen Fall fehlen. In Äquatornähe und im Hochgebirge ist die UV-Strahlung deutlich höher als in Deutschland. Ebenso wichtig ist es, alles rechtzeitig zu planen, so dass Sie entspannt in den Urlaub fliegen. Nach der Ankunft sollten Sie die ganze Sache ruhig angehen. Am verkehrtesten wäre es beispielsweise, sofort die Badesachen anzuziehen und sich in die Wellen zu stürzen. Lassen Sie Ihrem Körper Zeit, sich an das örtliche Klima zu gewöhnen und ruhen sich aus.

Ideal wäre es, wenn Sie nach dem Einchecken erst einmal ein bisschen ausruhen und dann gemeinsam die Umgebung des Hotels oder der Ferienwohnung erkunden. Vergessen Sie nicht den Sonnenschutz aufzutragen. In der ersten Zeit ist es ebenso ratsam, Alkohol zu meiden, weil der den Körper zusätzlich belastet.

Wenn Ihr Reiseziel in einer anderen Zeitzone liegt, braucht Ihre innere Uhr eine Weile, um sich an die Ortszeit anzupassen. Gönnen Sie ihr diese Zeit. In vielen warmen Ländern wird Siesta gehalten, aus gutem Grund.

Über Mittag ist es einfach zu heiß, um sich körperlich viel zu bewegen. Am angenehmsten ist es, die heiße Tageszeit im Schatten eines Baumes zu verbringen und die Welt an sich vorbeiziehen zu lassen.

Der Urlaub ist schließlich zum Abschalten da. Sie können Ihren Körper bei der Akklimatisierung unterstützen, indem Sie viel trinken. Am besten geeignet sind Mineralwasser oder schwach gesüßter Tee, während neben alkoholischen Getränken auch Softdrinks oder starker Kaffee weniger geeignet sind. Beim Essen empfiehlt es sich, leichter Kost den Vorzug zu geben.

Wie sieht das mit der Hygiene aus?

Durchfallerkrankungen (Montezumas Rache) gehören zu den häufigsten Erkrankungen während des Urlaubs. In den meisten Fällen können sie jedoch vermieden werden, wenn Sie sich konsequent an einige Regeln halten.

Eigentlich ist es ja selbstverständlich, sich nach jedem Gang zur Toilette und vor dem Essen die Hände zu waschen. In Ländern mit heißem Klima, in denen es mehr Krankheitserreger gibt, ist das noch wichtiger als in Deutschland. Rohkost ist zwar gesund, aber nicht unbedingt in einem tropischen Land. Lassen Sie am besten die Finger von allen Salaten und frischem Gemüse, auch wenn es sorgfältig gewaschen wurde. Woher wollen Sie wissen, ob das dafür verwendete Wasser keimfrei ist? Das gilt auch für Rohkost, die zum Garnieren von Speisen verwendet wird. Eiscreme ist ebenfalls oft kontaminiert.
Unbedenklich ist alles Obst, das geschält werden muss, beispielsweise Bananen, Mangos oder Zitrusfrüchte. Auch Ananas oder Pfirsiche aus der Dose können Sie ohne Bedenken genießen. Das Wasser stellt in vielen Entwicklungsländern ein ernsthaftes Gesundheitsproblem dar. Leitungswasser hat oft keine Trinkwasserqualität, sondern ist mit Keimen belastet. Dieser Umstand wird Touristen häufig verschwiegen.

Gehen Sie lieber auf Nummer Sicher und verwenden Sie entweder abgekochtes Wasser oder Marken-Mineralwasser aus dem Supermarkt. Das gilt nicht nur für das Trinken, sondern auch für Zähneputzen und Rasieren (falls Sie eine Nassrasur bevorzugen). Dagegen wäre es leichtsinnig, Mineralwasser von fliegenden Händlern zu kaufen, da Sie nicht wissen, ob sich in der Flasche das originale Wasser befindet oder ob sie nicht vielleicht gesäubert und wieder befüllt wurde.

Beim Thema Wasser dürfen Sie auch nicht die Eiswürfel im Drink oder in der Cola vergessen. Wenn Sie nicht wissen, woher das Wasser stammt, ist es besser, darauf zu verzichten.
Nach Möglichkeit sollten Sie auch auf allen Kontakt zu Tieren verzichten. Auch wenn das Hündchen oder Kätzchen noch so süß sind, erlauben Sie Ihren Kindern nicht, es zu streicheln. Tiere übertragen viele Krankheitserreger.
Deswegen sollten Sie auch Strände meiden, an denen sich viele Hunde oder große Vogelschwärme herumtreiben. Bereits der Kot der Tiere kann Infektionskrankheiten hervorrufen.

Umsichtig aber vernünftig handeln

Rechtzeitig vor jeder Fernreise sollten Sie eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholgarantie abschließen, damit Sie und Ihre Familie im Fall einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls nach Deutschland ausgeflogen werden können. Informieren Sie sich auch bei Ihrem Hausarzt über empfohlene Reiseimpfungen. In vielen tropischen Ländern wird beispielsweise Malaria-Prophylaxe empfohlen. Befolgen Sie auf jeden Fall die Ratschläge Ihres Arztes. Gerade mit Malaria ist nicht zu spaßen. Am besten ist es, von vornherein zu vermieden, überhaupt gestochen zu werden. Damit die Impfungen wirksam werden können, müssen sie oft einige Wochen vor Reiseantritt erfolgen bzw es ist eine Wiederholung notwendig, damit sie den gewünschten Schutzeffekt entwickeln können.

Es ist ratsam, sich rechtzeitig darum zu kümmern. Eine Reiseapotheke gehört unbedingt ins Urlaubsgepäck. Ihr Hausarzt berät Sie gern, was Sie mitnehmen sollen. Zwar gibt es die meisten Medikamente auch vor Ort, die Handelsnamen sind jedoch anders. Zudem besteht in vielen Entwicklungsländern das Problem, dass ein Großteil der Medikamente im Angebot (auch in Apotheken) Fälschungen sind und wenig oder gar keinen Wirkstoff enthalten. Toiletten sind ein weiterer Risikofaktor. Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Benutzung von öffentlichen oder Gemeinschaftstoiletten. Für den Fall der Fällen dürfen eine Flasche mit Desinfektionsspray und Papiertaschentücher nicht fehlen.
Die kleine Mühe, den Sitz zu desinfizieren, ehe Sie sich darauf niederlassen, kann Ihnen großen Stress ersparen. Trotzdem brauchen Sie nicht übervorsichtig zu sein. Mit ein wenig Umsicht und Überlegung lassen sich die meisten Probleme vermeiden und Sie können Ihren Urlaub ohne Beschwerden genießen.

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