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Wie wichtig ist ein Hepathitis A Schutz für die Reise?

Viele Menschen befürchten, sich bei einer Reise in tropische Gebiete mit Hepatitis A (Leberentzündung) anzustecken. Dabei muss ebenso in der Mittelmeerregion, das heißt, in klassischen Reiseländern wie Türkei, Spanien oder Italien, mit dem Risiko der Infizierung gerechnet werden. Hepatitis A, die weltweit vorkommende Virusinfektion, wird in erster Linie durch Virus-kontaminiertes Wasser und Speisen wie Muscheln, Eis und Salat übertragen. Insbesondere für nicht-immune Personen besteht bei einer Reise in ein Land mit einem hohen Hepatitis A-Vorkommen ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Wie ist die Übertragung mit Hepatitis A möglich?

Die Viruserkrankung Hepatitis A, die auch als Reisegelbsucht bekannt ist, verbreitet sich durch schlechte hygienische Bedingungen über die Nahrung, Getränke und das Wasser. Grundsätzlich ist es daher wichtig, dass Sie im Urlaub, vor allem in südliche Länder, einfache Ernährungsregeln beherzigen, denn dies ist ein sehr wichtiger Schritt, um eine Hepatitis A-Infektion zu verhindern. Das Virus wird in der Regel durch virusverseuchte Speisen, beispielsweise Muscheln, Salat, Rohkost, ungeschältes Obst und Gemüse übertragen. Bei diesen Lebensmitteln ist die Gefahr einer Ansteckung besonders hoch. Im Süden von Europa liegt der Anteil der verschiedenen Meerestiere, welche den Erreger enthalten, bei etwa 30 Prozent. Eine weitere Rolle spielt verunreinigtes Wasser, welches zum Zubereiten von Speiseeis, Eiswürfeln oder zum Putzen der Zähne verwendet wird. Hierbei wird von einer so genannten fäkal-oralen Übertragung gesprochen, die ebenso durch verseuchte Gebrauchsgegenstände oder beim Geschlechtsverkehr erfolgen kann. Viren, die über den Stuhl ausgeschieden werden, können über den Mund wieder aufgenommen werden, beispielsweise durch ein mangelndes Händewaschen nach dem Toiletten-Gang oder wenn die Viren aus Fäkalabfällen in das Leitungswasser gelangen. Die ersten Symptome können nach der Ansteckung etwa 14 Tage später auftreten. Bei den meisten Betroffenen sind jedoch durchschnittlich 30 Tage vergangen.

Wie verläuft Hepatitis A?

Die Erkrankung beginnt mit unspezifischen Symptomen, beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme oder auch psychische Reaktionen. Später kommen noch Schmerzen im Leberbereich hinzu. Bei Erwachsenen können zudem der Augapfel oder die Haut gelb gefärbt sein. Dies liegt daran, dass die Leber aufgrund der Entzündung den Gallenfarbstoff nicht optimal verarbeiten kann. Während die Krankheit bei Kindern nahezu unauffällig verläuft, kann sie bei älteren Menschen hingegen sehr lange dauern. Ganz besonders ist dies der Fall, wenn bereits andere Grunderkrankungen oder Beschwerden der Leber vorliegen. Im Allgemeinen ist es so, dass je älter der Betroffene ist, umso stärker sind auch die Krankheitssymptome und desto häufiger kommt es zu schweren Verläufen. Ältere Menschen haben ein viel höheres Risiko, an der Virusinfektion zu sterben. Erkrankte Personen sind etwa ein bis zwei Wochen vor und rund sieben Tage nach dem Auftreten der Symptome ansteckend.

Impfung als Hepatitis A Schutz für die Reise

Die Hepatitis A-Impfung, die ab einem Alter von 12 Monaten möglich ist, empfiehlt sich vor allem für Reisen in entsprechende Risikogebiete, beispielsweise in die meisten tropischen Länder, den Mittelmeerraum, Osteuropa, Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika. Die einmalige Impfung sollte ungefähr zwei Wochen vor dem Beginn der Reise erfolgen, doch auch kurz vor der Reise ist sie noch möglich. Um einen langfristigen Schutz zu haben, sollten Sie die Hepatitis A Impfung nach spätestens 12 Monaten auffrischen. Dann hält der Impfschutz gewöhnlich mindestens zehn Jahre. Die gut verträgliche Impfung kann zusammen mit anderen reisemedizinisch sinnvollen Impfungen vorgenommen werden.

Wer gehört zur Risikogruppe?

Zu den besonders gefährdeten Personen gehören:

* Reisende in Gebiete mit warmem Wetter
* Länder mit schlechten hygienischen Bedingungen
* Medizinisches oder sonstiges anderes Personal im Gesundheitsdienst
* Mitarbeiter von Kinderkrippen, Kindergärten etc.
* Kanalisations- und Klärwerksarbeiter, die einen direkten Kontakt zum Abwasser haben
* Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden, vor allem in Bezug auf die Leber
* Personen, die keine Antikörper besitzen
* Menschen mit einem Sexualverhalten, das eine hohe Infektionsgefährdung aufweist

Allgemeine Vorsorgemaßnahmen

Sie sollten natürlich zu Hepatitis-A-Patienten einen engen Kontakt vermeiden. Anders verhält es sich, wenn Sie aufgrund einer früheren Infektion oder durch eine Impfung immun sind. Die Übertragung des Erregers der Leberentzündung kann in erster Linie durch die Desinfektion der Hände mit entsprechenden Mitteln verhindert werden. Wenn Sie in Verbreitungsgebiete der Hepatitis A reisen, sollten Sie grundsätzlich kein Leitungswasser trinken, sondern es vorher abkochen. Des Weiteren wird davon abgeraten, in den Getränken auf Eiswürfel zurückzugreifen. Meiden Sie ebenfalls Schalentiere, rohes Fleisch und rohen Fisch, Salate, Rohkost, Milchprodukte und Speiseeis. Die Hygiene spielt, insbesondere im Umgang mit den Nahrungsmitteln, eine sehr wichtige Rolle. Doch den besten Schutz vor der Hepatitis A-Erkrankung bietet eine Impfung. Sie sollten, auch wenn Sie geimpft sind, grundsätzlich auf eine gründliche Hände- und Nahrungsmittelhygiene achten, da nicht nur Hepatitis A, sondern ebenfalls andere Krankheitserreger wie Salmonellen über kontaminierte Nahrungsmittel übertragen werden.

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